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Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
151
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NM Wohlthater, übernahm. Er gab sich zwar zmnSchein einige Mühe/ beide Hauser mit einander aus-zugleichen; daß cS aber sein Ernst nicht war, bewieser dadurch, daß er das einzige Mittel dazu, die Ver-mäblunq der Prinzeßin mitdemPniizenvvn Vaudemont,dritten Sohn des Herzogs von Lothringen ausschlug,weil dieser Prinz andrer Religion scy, und er die Primzeßi» mit keinem andern, als einem von seiner Reli-gion vermahlen lassen wolle.

Gegen den Herzog von Gusse hakte er, wie er auchin de!:: obcngedachten Main fest bekennt, gleich starke Ver-bindlichkeit wie gegen den Herzog von Lothringen, indemjener eigentlich die ersten Veranlassung zu seiner Befrei-ung gab, und die erste Schritte deßwegcn that, sichauch ferner anhaltend und angelegentlich dafür verwen-dete. Ich weiß daher nicht, warum er sich nicht dank-barer gegen ihn bewies. Vermuthlich fehlte eS ihm anGelegenheit dazu, indem der Herzog von Gusse balddaraufzuBlvis ermordet wurde. Zwar war dieser mitdem Herzog von Lothringen so nahe verwandt und engeverbunden, auch in Ansehung ihres Interesse bei demKrieg um die Verlassenschüft Bouillons, daß wer deneinen schlug, den andern traf. Er war auch würk-lich, wie man mir versicherte, deßwegen übel zufriedenmit dem Herrn von la Leone; indessen ließ er sichs dochnicht so merken, wie der Herzsg von Lothringen.

Es machte jemand die Bemerkung, daß der Herrvon la Noue in der obenangeführten Stelle selbst zuge-geben, er sei undankbar gewesen, wiewohl er sich damitentschuldigte, daß er sonst noch undankbarer hätte ge-gen sein Vaterland und seinen König seyn müssen.Dieser Grund war gut, wenn er nur nicht selbst sonstgegen beide die Waffen schon geführt hätte.

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Indes-