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Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
144
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endlich genöthigt auf eine sehr schöne ehrenvolle Ca»pitulation abzuziehen, bewundert von dem Herzog unddessen ganzem Heer.

Nach dem Pariser Blutbad ließ ihn der Königaus Flandern kommen, um ihn nach Rochelle zuschicken, damit er diese Stadt dahin bringen möchte,sich ihm zu unterwerfen. Er konnte jedoch nichtsausrichten, und kam unverrichteter Dingen wiederheraus, außer daß er ihnen einen guten Unterrichtgegeben hatte, sich brav zu wehren, was uns zwan-zigcausend Mann kostete.

In dem Fastnachtsaufstand war in der Norman-die der Graf von Monkgommery, in Tamtonge undGuyenne der Herr von la Neue Anführer, wo er je-doch von seinen eignen Leuten sehr getadelt wurde, daßer denen von Lusignon während einer Belagerung vondrei Monaten auch nicht Einen Mann zu Hülfe ge.schickt hatte. Indessen darf man darum nicht schlech«ter von ihm denken. Vielleicht konnte er nicht.

Monsieur glaubte Ursache zu haben, mit. dem Kö-nig unzufrieden zu seyn, und die Hugenoten, denen an einem großen Haupt für ihre Parrhie fehlte, mehrtendiese Unzufriedenheit so lange, bis er endlich den Hofverließ. Der Herr von la Nvue hatte schon seit derBelagerung von la Rochelle, wo ich es sogleich merkte,ongefangen, ihn zu verführen. Entfernt von Hof er»griff der Prinz die Waffen, und der Herr von la Nvuesiieß in Poitou mit seinen Leuten zu ihm ").

Einsichtsvoll, gut und friedliebend ruhte die-m'ginn Mutter nicht, bis sie die beiden Brüder wiederausgesöhnt hatte, worauf der König von Navarra, derungefähr sechs Monate nach Monsieur ebenfalls denHof verlassen hakte, zum Obersten Anführer der Refor-