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Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
114
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von einem so kriegerischen Vater, machte er sich in kur.zem sehr tüchtig dazu.

Nach dem Beispiel der Italiener und Griechengab sei« Vater ihm in der h. Taufe den freilich heidnischenNahmen Timoleon, und, als er das Alter erreicht hatte,den Schotten, Buchanan, einen der gelehrtesten Männerunsrer Zeit, zum Lehrer, der seinen Zögling, auch wirk-lich so gut unterrichtete, daß er ihm Wissenschaft genugfür einen Soldaten beibrachle. Zum Hofmeister hatteer einen sehr wackem Cavalier an dem Herrn von Ci-gogne, der nachher Gouverneur von Dieppe wurde.

Die Fra» Marschallinn, seine Mutter, aus'demHause Estellan, eine sehr einsichtsvolle wackre und geist-reiche Dame, war eben so besorgt als der Vater, ihrenSohn wohl unterrichten zu lassen, worüber sie öftersStreit miteinander bekamen, worin jedoch Der Vaterimmer durchgriff, und dabei zu seiner Gemahlinn sag-te, sie möchte sich nur um den Unterricht ihrer Töchterbekümmern, er wolle für den des SohneS sorgen.

Schon in seinen Schuljahren zeigten sich bei dem jun»gen Grasen Spuren von Kopf und künftiger Größe,und Lust zu den Waffen. Zum Anfang wohnte erder Belagerung von Rouen mit bei, sah auch was imersten Krieg vor Paris vorsiel: denn Belagerung kannich dies nicht nennen, weil die draußen im Grund mehrBelagerte als Belagerer waren.

Bei beiden Gelegenheiten bemerkte man beidiesem jungen Menschen eine sehr starke jernbe-gierde, auch hielt er sich sehr zu dem Herrn von Gui-se, was dieser gern von ihm sah. Ich sah daher oft,baß er mit ihm sprach und koste, und ihm verschiede-nes zeigte. Sein Vater hatte ihm aber auch befohlen,