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Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
105
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Eben so brav widersehke er sich dem Herrn vonEpernon in Provence. welcher doch ebenfalls ein sehrguter einsichtsvoller General ist. Eben dies ist vorzüg-lich an dem Herrn von LesdiguiereS zu preisen, daß«r sich nicht etwa an kleine Krieger vom platten Lande,wie es dem Dutzenb nach gibt, sondern an vortreffli-che KriegSmänner machte.

Anfangs soll er zum Studieren bestimmt gewesenseyn, wie ich gehört habe, das er aber wieder aufgab,und dafür nach den Waffen griff, und so als ein edelemüthiger Cavalier den bessern und rühmlicher« Wegeinschlug; denn nichts ist für den Adel rühmlicher alsdie Waffen; und erst nach diesen kommen die Wissen-schaften. Erst kam er unter die Compagnie des Herrnvon Nemours unter dessen Lieutenant Manbelok; nach-her aber übte er sich unter den Hugenoten, besondersdem tapfern Herrn von Montbrun so anhaltend imKriegswesen, daß er sich dadurch zu dem General bil-dete, der er gegenwärtig ist; ein Beweis von dem wasich oben sagte daß wo Waffen und Wissenschaften sichpaaren, etwas Vorzügliches zum Vorschein kömmt.

Ich sagte ferner schon oben, daß diese großenGeneralSsich oft irgend einen guten Vertrauten zugeselltcn; ebenso lhat der Herr von LesdiguiereS mit dem Herrn vonGouvernet, seinem Lieutenant, einem sehr braven tapfernOfficier, der ihm in allen seinen Gefechten und Erobe-rungen redlich bcijtand und diente.

LeSdiguieres hatte die Schwester des Herrn vonGua zur Gemahlin«. Als nun König Heinrich auSPohlen zurückkam, sagte er zu dem Herrn von Gua,er möchte ihm seinen Schwager zu gewinnen und aufdes Königs Seite zu ziehen suchen, worauf ihm aberder Herr von Gua, wie er mir nachher erzählte, zur

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