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Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
95
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üuf sein Gouvernement, das er mehr durch geheimeMittel und Künste und Feinheiten als durch Gewalt undmuthvolles Benehmen so glücklich regierte, und auchauf sein Glück, das er in seinen eignen häuslichen An-gelegenheiten habe»

Hierüber besonders hörte ich mehrere reden. Dennals er nach Guyenne gieng, hatte er zehntausend Livre-Einkünfte , und als er starb, hatte rrs in den zwölf Jah-ren, baß er Gouverneur war, auf hunderttausend ge-bracht. Das nenne ich mir doch zusammenscharren.Man sagte daher auch von ihm nach seinem Tod r Glück-lich ist der Sohn, dessen Vater verdammt ist! "Denn es ist eine alte Maxime, daß man sich nie so plötzlichbereichern kann, ohne sich dem Teufel zu ergeben. Andresagen, da er die Gelder des Königs unter Händen ge-habt habe, habe er solche so gut gehandhabt, daß ecsie mit Hülfe seines kleinen Farfadets oder AstharotS inseine, statt in des Königs, Kasse hinüberpraktizirt habe.

Dem sey wie ihm wolle; er starb als der reichsteCavalier in ganz Frankreich. Ich erinnere mich noch,daß er als unser Feldmarschall bei der kleinen Armee desHerrn von NeverS gegen Monsieur, nicht mehr als zehnPferde hatte, da ich, ein kleiner Geselle gegen ihn,warlich eben so viel mit mir führte.

Bei seinem Tode glaubten einige, der Teufel habeihn geholt, andre hingegen sagen richtiger, er sey ander Lethargie gestorben. Noch andre hielten seinen Todfür eine göttliche Strafe und Rachgcricht für denSchimpf, den ec der guten und tugendhaften Fürstinn,unsrer Königin« Margaretha zufügt, indem er sie soschimpflich aus der Stadt Agen jagte, da er sie dochihrer Mutter, unsrer Königinn zu lieb, hatte schonensollen, wenn er auch sonst keinen Grund dazu gehabt