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Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
91
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d'Honneur diente, worüber manche sich gar sehr wun-derten: denn sein Athem roch übler als ein Abtritt,sagte seine eigne Muhme, hie Frau von Dampierre,öffentlich. Er warf daher eine tödkliche Feindschaft aufdiese Dame, und lebte jehn Jahre lang in solchem Haßund Unfriede« mit ihr, daß, wo er wußte, daß sie war,er sich davonhielt, wie der Teufel vom Weihwaffr. Sienahm ihn aber auch übel mit, wie sie gar gut zu thunwußte, wenn sie übel auf jemand zu sprechen war.Endlich brachte aber doch die Königinn wieder eineAussöhnung zwischen ihnen zu Stand, denn sie liebteihn gar zu sehr.

Ais Monsieur, der Bruder des Königs, die Waf-fen ergriff, gab sie den Herrn von Matigvn dem HerrnMarschall Herzog von Revers als Feldmarschal! zu, dekihn jedoch wenig brauchbar fand. Denn ich weiß wohl,waS ich den Herrn von Revers darüber sagen hörte.Er blieb aber auch nicht langer als zwölf Tage dabei,worauf er sich wieder nach seinem Gouvernement begab,indem er befürchtete, Monsieur möchte seinen Wegdorthin nehmen.

Nachher wurde er Marschall vor Frankreich, wor-auf er sein erstes Probestück mit der Belagerung von laFere machte. Er gieng aber dabei mit seiner gewöhn-lichen Langsamkeit zu Werk, so daß er mehr Zeit dazubrauchte, als nöchig gewesen wäre. Man sagte daher,verhaltnißmaßig nach der Eroberung dieses kleinen Pla-tzes gerechnet, würde er mehrere Jahrhunderte brauchen,ehe er seinem König ein einziges kleines Land eroberte.Ueberdies sagte man, er würde auch diesen Platz un-ker zween Monaten noch nicht eingenommen haben,wenn der Herr von Guise nicht dazu gekommen wäre,welcher die Approchcn und Batterien noch in großerEntfernung fand, solche aber sogleich näher an dieCon-

trescarpe