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Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
40
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sein Seeretär, der Herr von Gontery, gewöhnlich zurLuslveränderuug eine Reise überS Kebürge in irgend ei-ne Bank machen ließ, für sich, wie man versicherte,sowohl als für seinen Herrn. Er starb indessen dochzu Turm als ein armer Priester ohne andres Vermö-gen, als was sein Brevier und seine Messe ihm einbrach-ten Sein Herr verließ ebenfalls nrchr so viel, alsman nach den Nachreden bei seinem Leben hätte den-ken sollen.

Ich selbst und viele andre fanden ihn auchtvürkltch gar nichr so habsüchtig, als man ihn dafürausschrie, und als andre seines gleichen würklick wa-ren. Ich sah und kannte ihn vielmehr stets als einen sehrrechtschaffenen Ehrenmann, der auch den französischenAbel mehr liebte, als man ihm nachsagte; denn er warsehr gut französisch und ein getreuer Anhänger der Kro-ne, worüber er auch, nebst den Seinigen, aus Mai-land verbannt und durch Confiscation um sein Vermö-gen gebracht wurde. Er stand daher in seinem Lebenbei seinen Königen und der Königin« Mutter in großerLiebe und Achtung, und nach seinem Tod ließ ihmder König Heinrich ein sehr schönes Leichenbegängnißhalten, das in allen Stücken dem eines sehr großenPrinzen gleich kam.

Dieser Präsident Viragues also wurde gewon«rien, da man doch nicht gedacht hätte, daß er sich jeentschließen würde, Turin zu verlassen, wo er ersterPräsident war, und sich feit langer Zeit angckauft,angewohnt und allgemeine Liebe erworben hatte, sodaß er in Piemont mehr vermochte und Einfluß besaß,als sein Schwiegersohn, der bei seinem kurzem Auf-enrhait sich noch nicht in solches Ansehen hatte sehenkönnen.

Beide