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sechs Uhr im Sommer vernahmen; eine Sache überdie man sich sehr wunderte, Morgens am Hellen Tagseine Escalade sich einfallen zu kaffen; er wußte aber imKciegsrath es so plausibel vorzusiellcn, daß inanseinen Antrag annahm, der auch sicher gut durchge-gangen und ausgefühct worden wäre, rvcun man sich ge-hörig dabei benommen hakte.
Die Sache verhielt sich so. Die ganze Nacht zu-vor machte man unaufhörlich falsche Angriffewodurch die Belagerten stets in Odem erhalten, undso abgemattet wurden, daß sie morgens, als die Stür-me aufhörten, und sie alles vorbei glaubten, sich alledem Schlaf überließen, und also jeder nachHaus gierig, nachdem sie in der Verschanzung nur ei-ne schwache Besatzung gelassen hatten, welche selbstmüde und schläfrig war, so daß wir unsre Escalademit aller Bequemlichkeit und Sicherheit vornehmenkonnten.
Der König von Navarra hatte seine Gardeerst kürzlich neu errichtet, und bat daher Mon-sieur, seine Leute voran zu lassen, die ihre Sacheauch recht gut machten und dabei gar schön anzusehcnwaren mit ihrer» schönen neuen Mantillen von gelbemSammet mit gvld und schwarz gestickt. Unter an-dern vordersten waren dabei ein la Fleche aus Anjou,ein la Easagne und la Tour, aus Gascogne, braveruhmvolle Soldaten, Die ganz kürzlich mit dem Hcrryde la Noue von der Belagerung von Mons her-gekommen waren»
Bei diesem Ueberfakl nun, hakte man ihnenbefohlen: wenn sie den Wall erstiegen hatten, solltensie sich wohl umsthen, wie der Feind sich verhielte, undein Zeichen geben, ob etwas zu thun sey. Allein stattzu warten, bis vier oder fünfhundert oben wären.