Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
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361
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So jung er war, zeigte er doch schon, daß er einstein großer Feldherr werden würde. Er war von Na-tur ziemlich kalt und gemäsigt; und keineswegs win-dig, wie manche junge Leute seines Schlags. Indessenschloß er sich dennoch nicht von schönen Parthien, zuRoß oder zu Fuß, aus, und legte allemal Ehre dabctein, wie z. B. zu Bayonne mehrmals, wo ec sichsehr hervvrthat, wie ich selbst gesehen habe; denn erwar sehr geschickt in allem ; und hatte stets ein schönesGefolge von Edellcuten, sowohl von seinen Vasallen,als vom Hof, und von denen, die seinen HerrnSchwägern gedient hatten.

Er war ein sehr schöner Prinz, angenehm,schön und schlank gewachsen; jedoch litt sein Auösehnetwas durch einen unglücklichen Schuß, den er in denzweiten bürgerlichen Unruhen bekam, als erKöm'gs-statkhalter in Piemont und dem Marguisat Saluzzowar. Er war kommandirt, die alten Regimenternebst einiger leichten Reutcrei hinüber zu führen, waser auch that, bei welcher Gelegenheit er unfern Ge-neral zu Vitry mit einer sehr schönen Mannschaft be-suchte.

Er verrichtete sehr schöne Thaten, und nahm eineMenge Plätze weg, welche die Hugenotten inne hak-ten. Unter diesen war auch Mascon, das sich sehrgut hielt, und sich lange beschießen und bestürmenließ, indem eine gute Mannschaft darinn lag unterdem Herrn de la Clictte, einem wackern Cavalter, derehmals mit dem Herrn Damville die Feldzüge in Pie-mont gemacht hatte. Sein Haus hatte sonst schonwackre und brave Männer ausgestellt, unter andernauch den Bastard de la Cliette, der ehmals unter demHerzog von Bourbon, als dieser noch Connetablewar, als Lieutenant hundert Mann Gensd'armeS kom-mandirte.

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Mas-