Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
Seite
358
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sehr reich/ und sehr vermögend, dabei so sehr pracht-liebend und freigebig, als je einer war. Er ließ sehrviel aufgehen, indem er stets ein großes Haus machte,-bei Hof sowohl als bei den Armeen. Er war ein sehr schö-ner und ruhiger Spieler um hohes Geld, aus dem ersich nichts machte; dabei war jedoch sein Haus stetsin so guter Verfassung und Ordnung, daß nie jemandunbefriedigt davon gicng, woraus bei dem großenAufwand wohl erhellte, daß ein großer Fond dazuvorhanden scyn mußte, wie es sich nachher auch bei derTheilung zeigte. Dabei war er ein Mann von vor-züglicher Rechtschaffenheit und Ehre, und keineswegsschiechtdenkend, auch kein ungestümer Mahner bei seinemKönig. Denn wie ich mir habe von dem großenHerrn von Vyginaires, seinem Obcrstalimeistcr undvorzüglichsten Günstling versichern lassen, so hatte ereben nicht viel von seinen Königen genossen und em-pfangen-

Er vermahlte sich zum zweitenmal mit der Frauvon Anguien, seiner Cousine von Seiten seiner erstenGemahlinn, die ebenfalls mit dem verstorbenen Herrnvon Anguien verwandt war; denn sic mar eine Toch-ter des Herrn von Saint- Pol, und der Frau vonEstoutevilkc. Ec hakte keine Kinder von ihr; stehingegen durch ihn eine sehrvortheilhafte Lage.

Ec starb und hintcrlicß als Erben den HerrnGrafen von Eu, den wir so und nachher Her«z/)g von Revers nannten, der aber seinen Vaternicht lange überlebte. Er starb in der Schlacht beiDreux durch einen sehr unglücklichen Zufall. Als ernämlich mit dem Herrn von Guise zum Angriff gieng,war ein Herr Blanc ^), Fähnrich des Herrn von Gui-se mit dabei, der sein Pistol auf dem Sattelknopfaufgelegt hatte« Der Herr von Revers sagte zu ihm:

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