geln möchten, indem er selbst im Begrif sey, abzu-marschiren. Wir wurden wirklich dadurch zweifelhaft,hüteten uns jedoch, da wir auf den Punct unsrerAbfahrt den unglücklichen Tod des großen Feldherrnvernahmen.
Unglücklich mag ich diesen Tod wohl nennen fürganz Frankreich in Rücksicht aufdie Unfälle und Drang-sale, welche darauf erfdlgtcn und noch ferner erfolgenwerden. Denn was konnte der König bestcrs undgrößers wünschen, als sich auf solche Weife einen somächtigen Feind vom Hals zu schaffen, wofür er ihndenn doch nun einmal hielt, so freundlich er sich auchgegen ihn stellte. Er wäre aus seinem Reich abmar-schirt, hätte zwanzigtauscnd seiner Anhänger und, Gottweiß, von den besten mit genommen, um damit einLand so groß als ein Königreich für ihn zu erobernund es ihm als Eigenthum zu verschaffen. Denn fürsich wollte ers nicht; wer dies sagt, daß er sich hättezum König von Frankreich machen wollen, der redetnicht wahr. Er hatte eben so viel Wunsch und Ver-langen darnach, als ich. Wohlabcc wünschte er einegroße Stelle unter seinem König zu bekleiden, bei ihmin einem Rang zu stehen, den er verdiente und indem er ehmals bei seinem großen König Heinrichgestanden hatte, Gcneralstatthaltcr in seinen neuenEroberungen zu seyn und mit einigen Gütern darinnbeschenkt zu werden, was alles nicht mehr, als billigwar. Dabei würde er sich unter dem Schutz desAnsehns eines solchen Königs über ihm bester behaup-tet, vergrößert und furchtbar gemacht haben, alswenn er alles hätte sich zueignen und sich zum un-umschränkten Herrn davon hätte aufwerfen wollen.Es würde ihn große Mühe gekostet und mit vieler Ge-fahr für ihn verbunden gewesen seyn, diesen Titel undVorzug lange zu behaupten.