strafbarer machen, alsaufdiese Art, wenn sie dieStäd.te des Königs zurück behielten. Da er ihnen Gcwis.sensftciheit und Rcligionsübung verstatte, so könntenstc ja nichts mehr verlangen.
In dem ersten und zweiten Krieg gab er sogleichOrleans zurück, das ihnen so große Vortheile gewahrthatte; uncrachtet viele darüber schrien, warum er nichtwenigstens diese Stadt zu seiner Sicherheit behalten ha-be, besonders da sie so nahe an seinen Gütern liege. Inden dritten Unruhen übergab er gleichfallsAnavulemeso sehr auch die große Brut von Hugenotten in Poi-^tou, Taintonge, und AngoumoiS schrieen und ba-ten, es nicht zu thun, und auf den Herrn vonSaint-Meme, einen einsichtsvollen und guten General töd-lich erbittert wurden, daß er den Platz sogleich übcrge»ben, und nicht lieber für sie behalten hatte.
Dieser große Admiral war so groß gefürchtetund hatte solche Macht und solches Ansehen beiden Seinigen, daß sie es nicht im geringsten wagten,irgend etwas gegen das zu sagen, was er einmal be-schlossen hatte; besonders da er sich immer auf den star-ken Religions-Grund berief, und sagte: „was wol-len wir denn mehr als Religionsfreiheit?" — Hier-aus erhellt wohl deutlich, daß er rechtschaffener undreligiöser dachte, als man glaubte.
Diese Güte verursachte aber auch sein Verder-ben. Denn hatte er sich gute Städte Vorbehalten, sowürde man sich wohl zehnmal bedacht haben, ehe manseinen Tod beschlossen hätte. Auch ist es wahr, daßer sehr auf die Ehre seines Königs hielt, und sehrdarauf bedacht war, ihn groß zu machen. So erin-nere ich mich daß, als er an den Hofkam, wo er starb,(der König war damals just zu St. Cloud) in demsel-ben Hause, wo die Verschwörung gegen ihn geschmiedet
wur-