Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
Seite
194
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Nein, sagte der König, er ist aber jung genug,um mir ebenfalls welche zu liefern, wenn er sichnicht begreift."

In selchen feinen und artigen Reden bestandgewöhnlich die Unterhaltung ldieses großen Königsund dieser schönen Prinzessinnen«

Der brave Prinz, der Herr von Gui'se, ließ nichtvon denen ab, welche von den tcutschen Reutern übrigblieben und vermöge der Capi tulatton des Königs frcy«cn Abzug hatten, weicher sie nicht ganz zu Grundrichten wollte, weil er einen heimlichen Groll gegenLen Herrn von Guise hegte. Dieser verfolgte sietrotz des königlichen Willens so sehr und setzte ihnenso unablässig zu, daß von funfzigtausendMann wel-che gedachter Baron Dona mitgebracht hatte, wiemir von einem glaubwürdigen Mann von rcformirterReligion versichert worden ist, als sie zu Genf ihremZufluchtsort anlangtcn, nichtmehr, als etwa höchstensfünfhundert Pferde zur Noth noch übrig waren.Ueberdieß fiel er in seiner Bosheit dabcy noch inTeutschland ein, in die Grafschaft Mömpclgard, woer große Verheerung, Blutvergießen und ein gar schö-nes Feuer anrichtcte, und dies alles nur mit sehr we-nigen Truppen; so daß, wenn er nur zehntausendMann frischer Leute gehabt hätte, Ließ hinreichendfür ihn gewesen seyn würde, so weit in Teutschlandein zu dringen, daß er ohne Zweifel an mehrcrn Or-ten gar gewaltige Furcht eingejagt hätte. Ec würdeLieß auch sicher, so wie er eS sagte, anSgcführt haben;denn sein großer Much Härte ihn dazu angespornthaben und sein erworbener großer Ruhm, der sich be-reits überall verbreitet hatte, würbe ihm sehr dabeizu starten gekommen seyn, indem ihm das Schreckenüberall vorangegangen wäre»

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