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ligen General der leichten Reuterey des Kaisers. EinMohren-- oder Türken« Sklave hatte diesem ein sehrschönes spanisches Pferd gestohlen und sich damitnach Metz geflüchtet. Dom Louis, welcher erfuhr,daß er sich dort hineingeworfen hatte, schickte einenTrompeter an den Herrn von Guise und ließ ihn bit-^tcn, ihm aus Höflichkeit feinen Sklaven zurückzuge-ben, der ihmein spanisches Pferd gestohlen und sichdamit in seine Stadt geflüchtet hätte, wofür er ihngern zur Strafe ziehen möchte. Er hoffe mit Zu-versicht von ihm, daß ec ihm dieß nicht abschla-gen würde, indem er ihn für einen tapfern undgroßmüthigen Prinzen halte, der um alle Güter derWeit nicht Diebe und schlechtes Gesindel bei sich auf-nehmen und verheimlichen würde»
Der Herr von Guise ließ ihm wieder sagen, ihmden Sklaven zurückschicken könne er nicht, indem ihmhierinn die Hände durch ein altes französisches Ge« *wohnheits- Recht gebunden seyen, das seit undenk-lichen Zeiten eingeführt sey, vermöge dessen in die-sem freyen Reiche kein Sklave scyn könne. Mö-ge daher einer seyn, wer er wolle, sei er noch so weithergekommen und noch so fremd, so werde er, so-bald ec das französische Gebiet betrete, augenblicklich freyund aller Gefangenschaft und Sklaverey quitt und los,so gut als in seinem eigenem Vaterlande. Sokönne denn er, der Herr von Guise, nichts dieserfranzösischen Freiheit zuwider vornehmen. DasPferd hingegen schickte er ihm auS Artigkeit zurück.
Ein schöner Zug in der That, wodurch dieser großePrHz und Feldherr zeigte, daß er noch etwas mehrverstand, als blos Krieg zu führen, so wie denn über-Haupt jeder große General in allen Fächern zu Hausseyn muß. Dieß mag für jezt von dieser Belagerung
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