Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
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175
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geschrieben haben/ wovon aber die Franzosen ganz an«derö sprechen.

Nach der Schlacht, welche der Herr von Ba«yard dem Alonzo de Solto. Major geliefert und dadurchihn überwunden hatte, wovon ich anderwärts spreche,wollten die Spanier vor Aecger beinahe berstenund suchten immer irgend eine Veranlassungzu bekommen, Rache dafür zu nehmen. Alsein Stillstand auf zween Monathe geschloffen wur-de, besuchten die Franzosen und Spanier einan-der, bisweilen in ihren Garnisonen oder im freyenFelde und sprachen vertraulich zusammen; man sahaber immer, daß die Spanier darauf ausgiengen,Händel anzufangen.

Eines Tags unter andern kam ein Trupp von drei-zehn spanischen Rittern sehr gut beritten auf einem Spa-zierritt gegen die Stadt Monervinc, wo die Garnisondes Herrn von Bayard lag , welcher zufälliger Weisean eben dem Tage mit dem Herrn von Aurose einemwackern Cavalier aus dem Hause Urfe gleichfallsausgerittcn war, um frische Luft zu schöpfen undspa-ziren zu reuten. Eine halbe Meile von der Stadtstießen sie auf diesen Trupp Spanier, die sie sehr höf-lich grüßten, was ihnen eben so höflich erwiedertwurde.

Unter andern nun befand sich dabey ein tapfrerund muthvoller Mann, Diego von Brffagns, dervon der Compagnie des Don Alonzo gewesen war undsich noch des Todes seines Generals erinnerte, worü-ber er sehr zu loben ist. Dieser ritt vor den andernvor, und sagte zu ihnen:Ihr Herrn Franzosen,ich weiß nicht, ob dieser Waffenstillstand euch nichtsehr zuwider ist; waS mich betrifft, so ist er mirsehr verdrüßlich, mierachtt! er erst seit acht Tagen

sei-