Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
Seite
171
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Prinzen Vernahm, sich versuchen wollte, um seineneigenen Ruhm desto mehr dadurch zu erhöhen, indemer ihn eines Tages mit aller ritterlichen Artigkeit zumKampf hcrausfordern ließ; ihn nebst vier andern ge-gen eben so viel oder noch mehr auf scharfe Lanzen,entweder Damen zu Ehren oder um gemeiner Sachenwillen. Der Kampf wurde sogleich angenommen undder Trompeter beim Wort gehalten.

Der Herr von Nemours erschien vor Asti, woder Marquis lag, der sich unserm Prinzen in eienem sehr stattlichen Aufzug zeigte, welcher jedoch, soschön er auch war, dem unsers Prinzen noch nichtgleich kam. Sie nahmen hierauf ihre Plätze ein undrennten in den Schranken so geschickt, aber auch soscharf gegen einander, daß ihre Lanzen darübep zer-brachen und die Splitter davon hoch in die Lust flogen,ohne daß einer dem andern etwas abdrang.

Nach dem Rennen öffneten ste ihr) Visierund umarmten einander sehr höflich; wechselseitig er-füllt von hoher Bewunderung ficngcn sie an, sichmit einander zu unterhalten, während die andern ge-gen einander rannten.

Es war der Herr von Vaffiö, der Sohn desHerrn von Vaff«, der hierauf rennte, gegen denMarquis von Malaspina, welcher seine Lanze auf demHerrn von Vaffs brach, die durch seinen Hals wohleinen halben Fuß lang eindrang, wovon der jun-ge Herr stark verwundet wurde, und einige Tage da-rauf starb«

Hierauf rennte der Capitain Manets, Lieute-nant des Herrn la Roche-Pouzey, mit dem es DomAlba ein spanischer Dfficier aufnahm, der dem Herrnvon ManetS einen Lanzenstich in den Hals versetzte,woran er vier Tage darauf starb.

Des