bei unfern neuen Königen so herkömmlich ist. Ichhörte hiebei versichern, von Franzosen sowohl, alsJta»lienern, an Ort und Stelle selbst, daß dieser Prinzvon allen Damen des Landes die ihn sahen, geliebtwurde. Von den Freudenmädchen, hatte er großenAnlauf.
Ich habe mir erzählen lassen, daß ihm einst zuNeapel, als er an einem Festtag in einer Prozessiongieng, von einem Engel im Namen einer Dame einsehr schönes Blumen - Bouquet überreicht wurde.Der Engel erschien auf eine künstliche Art, von einemFenster Herabgeiaffen so, daß er just vor ihm stillehielt, und es ihm mit den Worten überreichte: „Dem„schönen jungen Prinzen und tapfern Herzog von Ne-„mours."
Seine erste Kriegsschule war in Piemont inzween bis drey Feldzügen, die er dort machte, und inFrankruch beiden Belagerungen von Boulogne, Mez,der Schlacht bei Rcnty und andern schönen Gelegenhei-ten wo er sich stets so betrug, daß er sich den Ruhm ei-nes braven tapfern und sehr beherzten Prinzen erwarb.Er war bei der leichten Rcuterey und bei den Gcns-darmen angestellt, hatte in Italien nachher auch Fuß-volk zu kommandiren, indem er Oberster über alleFahnen wurde, die dort unter dem Herrn von Gui»se standen. Ich rede noch sonst hievon.
Bei seiner Rückkunft wurde er Chef der ganzenleichten Reucerey, welchen Posten er sehr gut und mitWürde bekleidete, besonders bei Amiens, wo er beiPont-Dormi stand, nicht weit vom Feind, den erdaher wenig schlafen ließ, weswegen man auch all-gemein von den schönen Streiftreyen des Herrn vonNemours sprach.
Nachdem der Friede geschlossen war, hielt derKönig.von Spanien sehr viel auf ihn, besonders aber
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