Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
Seite
121
Einzelbild herunterladen
 

wak, so daß der Kampf sehr hitzig wurde; merkte er ander Haltung des Feindes bald, (einige sagen hierbei,sein Spiritus Familiaris habe es ihm prophezeiet; al-lein ein großer General wie er, kann auch ohne einensolchen richtig uktheilcn und voraussehen) daß sie ih-rer Sache nicht sehr gewiß waren. Er sagte daherzu dem Herrn von Anville, von dem ernichtjferne ritt:darauflos, Herr Cammerad, ganz gewiß sie sind unser.Sie griffen denn alle so gut und geschickt und mitsolcher Hitze an, daß die feindliche Cavallerie, überdie es zuerst her gieng, im Hui geschlagen und aus-einander gesprengt war, und dann auch die Infanteriegleichcrgcstalt; wobei über fünfhundert auf dem Platzblieben, beinahe lauter gcbohrne Spanier, und einegroße Anzahl Gefangener gemacht wurde.

Eine Menge andre schöne Thaten verrichtete derHerr von Salvoison, deren Beschreibung hier zu weit-lauftig wäre. Dafür hielt ihn aber auch der Königso hoch und in Ehren, daß Er ihm nach dem Tod desbeim Sturm auf Couis gefallenen Barons von Espicdie Stelle als Mestre s de-Camp in Piemont gab, ihn zuseinem Kammerhcrrn machte, und ihm eine eigneCompagnie leichte Reuter verlieh, die er aus jenenBartlosen anlegen wollte, sagte er, worüber eraber starb, ehe er noch von diesen seinen neuen PostenBesitz nehmen konnte.

Es war sehr Schade um den Mann. Er haktesehr schöne und hohe Unternehmungen im Sinn, dieer alle zu bewerkstelligen mit voller Zuversicht hoffte.So z. B. Anschläge auf ungefehr ein Duzentguteundvorzügliche Städte in Italien, sogar auf zwo selbst inder Türkey, und auf Arragvsta, die er für sehr leichthielt. Sein Mann war der Herr Marschall von

H 5 Bris,