Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
Seite
104
Einzelbild herunterladen
 

l 04

natürlicher, wie natürlicher Mittel bedient habe, umseine hohen Unternehmungen durch zu führen, wie esdenn in der Thar verborgene Geheimnisse in der Na»tur giebt, mit deren Hülfe man, wer sie zu entdeckenund zu ergründen vermag, erstaunliche Dinge verrich.tcn kann? die der Welt unmöglich scheinen- Deswe-gen läugne ich nicht, daß er um seine Ehrsucht zu grün-den und zu nähren nicht alle mögliche Mittelchen her-vorgesucht habe. Daher mag denn die Meinung kom-men , daß er einen Spiritus Familiaris habe; daß ersich aber dem Teufel ergeben haben sollte, das ist ei-ne grobe Lüge und Betrug.

Ich kann mir wohl vorstellen, daß meine Le-ser nicht wenig darüber lachen werden, daß ich vomTod eher als vom Leben handle, nur gilt aber allesdurch einander gleich viel, da ich es nicht daraufanlege, gut und methodisch zu schreiben, sondern sowie mein Gedachtniß, mein Verstand, meine Launeund meine Feder mir es geben.

Um also endlich doch auch auf einige Züge vondem Leben des Herrn von Salvoison zu kommen, sollman wissen, daß er in seinen jungen Jahren für dieKirche bestimmt war, indem er, wie ich gehört habe,sogar schon eine Pfründe in der Kirche Cavrs besaß.Auf Universitäten, besonders zu Thouloufe studirte erso gut, daß, er sehr tiefe Wissenschaften erlangte, wo-bei er nichts destoweniger etwas lüderlich war, denDegen nicht umsonst trug, und auf dem Pflasterwetzte, wie dort die Studenten auf hohen Schutenzu thun pflegen, Man konnte nicht anders von ihmsagen, als er fty stark, mit dem Degen so wie mitder Feder r denn er wüste mit beiden gut umzugehcn.

Da