Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
Seite
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Eben so pflegte sie cs auch mit dem Herrn Conne-kable zu halten; eine große Ehre für diese beiden Herrn !und große Güte von ihr; denn die Gicht des ei. jnen wie des andern verhinderte sie, der Königin« bei :ihrer guten Gesundheit nach zu kommen; und diese lGicht raffte denn auch endlich diesen großen Marschallhin.

Er hatte eine schöne und vortrefliche Gemahlinn,Erbin» des großen, guten, reichen Hauses Estellanin der Normandie. Ec liebte sie sehr, und behände!- ßte sie sehr gut, jedoch nicht in dem Verstand, in dem ich !mehrere Damen Ließ nehmen sah, die nickt gut von jihren Männern behandelt zu werden glauben, wenn Adiese Extra gehen, und ihnen den Tribut entziehen, ffder ihnen gebührt, und ihn in den Schoos andrer ^bringen; so daß ich oft die narrische Frage unter ih- ? inen hörte: "behandelt ihr Gemahl sie gut ? Oder, ihr jG-mahl tractirt sie nicht gut."Wer nun dies hörtund den Rummel nicht versteht, giebt einfältiglichzur Antwort: "Jesus! ja doch; er behandelt stc so gut!

Er liebt sie sehr und schlagt sie nicht!" Zum Teu-fe! auch, dies will man ja gar nicht wiffcn; sondern dies istdie Frage, ob der Herr Gemahl auch bei andern schläft.Sv Hab ich denn viele unsrer Damen über diesen Punktplaudern hören, so daß man es als einen Grund-satz bei den Damen ausstellen kann: jeder Mann, dernicht andern nachjagt, ist ein sehr guter Gemahl, wenner sie gleich sonst auf mancherlei Weise sehr übel behan-delt. Denn Essen und Ehre, die man ihnen verschafft,ist noch nicht ihr Leben, wie bei den Pferden Heu undHafer.

So behandelte also der Herr Marschall seine Ge-mahlinn nicht sonderlich gut; sonst aber iu der ganzenBchunvlung, was Ehre, Respekt und gutes Lebe»

be-