Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
Seite
81
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den zum Beistand zu holen, welche drohten, allesniederzurnachen; da sie aber niemand antrafen, alsLa Rivicre verwundet, was ihnen sehr ärgerlich war,setzten sic den andern nach.

Der Herr von Randan, welcher Wind davonbekommen hatte, gieng nur dem größten Theil derCavalierS vom Hofe, (denn er gouvernirte damals>ganz gemächlich die Herrn von Guise,) ihnen entge-gen und brachte sie'schnellcr als im Schritt zum Rück-zug nach ihrem Logis, ohne daß weiter etwas darauserfolgte.

Wir giengen am Abend, unser vier bis fünf, zurAbendtafel beim Herrn von Guise, wo der Herr vonNemours, der Herr von la Rochcfoueaut, der Herrvon Randan sein Bruder, der Herr von Guery,Genlis und mehrere andre vom Hof anwesend waren,die für witzige Köpfe galten. Der Herr von Ran-dan erzählte vaö Gcfchichtchen, ganz laut an der Ta-fel und als einer der witzigsten, feinsten Köpfe wüste ereS denn gar erbaulich zu geben.

Ich schwöre euch, daß ich noch nie einen Men-schcn jämmerlicher zusammen hauen sah, als hier die-sen la Riviere und die prahlerische Ossiciers aus Pie-mont,daß sic sich hatten von jungen Pagen Zusam-menstößen lasten, und ihr Piemontestsches Excrci-tium dabei so ganz vergessen hätten. Nie hörte manwohl mehr lachen noch witzigere Reden fallen, alshier in die Wette verkamen: auch die Frau Hcrzo«ginn von Guise und andre Damen mit ihr lachtenrecht herzlich.

Selbst der Herr von Guise, so ernst und gemä-ßigt er sonst auch war, lächelte doch hierbei ebenfallsN- Denkwkrdigk. Xl. B- F ein