Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
Seite
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funden hatten. Sie nahmen sich sehr gut auS undwaren sehr schön und stattlich geputzt, jedvch nochnicht so glanzend als die Hofleute, die selbst für sichschöne Moden erfinden oder wenigstens diejenigen, dieman kragt, sehr vortrefflich nachzuahmen wissen,Herrn so wohl, als Damen. Darum fanden wirdenn diesePiemontischen Hofleute ein wenig ungeschicktherausgeputzt, besonders standen uns die großen ho.hen Federn auf ihren Mützen nicht recht an.

Sie wollten anfangs Miene machen, als ob siesehr bissig und flink mit der Fuchtel heraus wären,ließen sichs jedoch bald wieder vergehen. Ich erinne.re mich hier folgender Geschichte Als drey Monathenach ihrer Ankunft einst zu Orleans, wo der Reichs-tag gehalten werden sollte, zween Adeliche des Herrnvon Randan, wovon einer Namens Puffet, als Pa-ge bei ihm ausgewachsen und erst seit sechs Monathendavon versetzt worden war, Eall spielten , kamenauch zween CapitainSaus Piemont, die mitdenHerrnvon Briffac gekommen waren, dahin und sagten gleich beiihrem Eintritt mit Piemontesischen Uebermuth zu jenen:es scy jetzt genug gespielt, ste wollten nun spielen."Dre andern gaben zur Antwort: sie wollten ihre Parthienausspiclen und würben jetzt nicht aufhören zu spielen.

Der junge ja Rivicre Puytallier, einer von denbeiden Piemonkescrn, wollte hierauf zum Degen greif-fcn: die beiden aber, Puffet und sein Kammeradliefen nach dem ihrigen. Puffet nahm den la Ri-viere auf sich und arbeitete ihn so zusammen, daßev ihn, ohne selbst verwundet zu werden, mit drei bisvier Stichen auf dem Platz ließ. Der andre jagte sei-nen Gegner vom Platz, der nach dem Logis des Herrnvon Vriffae rannte, um sich einiger seiner Kammera-

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