Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
Seite
78
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Heraus: denn er gab sich solche Ehre und Ansehen,daß ich verschiedene sich darüber beschweren und unzu-frieden sagen hörte:Der König selbst treibe das nichtsoweit und sey herablassender gegen sie, und von einembloßen Edelmann, wie er, sey dies doch wirklich zuviel." Manche jedoch sagtener müsse das so thun,da er sich im Ausland befinde, und dadurch unter denAusländern seinem König und Stand ein Ansehengeben mäste, damit sie ein Beispiel daran nahmen,ihn mehr zu respektiren und auch, weil er ein Glei-chcs von den Kaiserlichen Lieutenants in der Nachbar-schaft sähe, da er doch seinen König nicht geringerachte, als sie ihren Kaiser."

Indessen hatte er dabei eine so gute Art, sich knAnsehen zu erhalten, daß viele nicht unzufrieden darü-ber werden konnten. Denn er war ein sehr schönerHerr, und alles, was er sagte, befahl und lhak,ließ ihm gut. Er sprach gut, aber wenig, was man-chem mißfiel.

Ich habe von Leuten, die es gesehen haben, ver-sichern hören, daß er und der Herr von Bonnivet oftvom Mittag bis auf den Abend Schach spielten, ohnezwanzig Worte zu sprechen.

Alles Ließ änderte sich, als er in Frankreich und amHof war, denn da wurde er umgänglicher, vertraulicherund gesprächiger. Ich hörte hiebei den Herrn von Lan«sac, der ein altes Hvfrcgister war, erzähle«, daßderfteli-rie König Franz 1. zu sagen pflegte r solche Großenfeines Reichs, wenn sie nach Hof kämen, würde«wie kleine Könige empfangen, das heißt, sie alleinwürden den ganzen ersten Tag becomplimcntirt, ge-ehrt, geschmeichelt, grsucht von den Großen sowohl,als überhaupt von jedermann am ganzen Hof, am

an-