Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
Seite
67
Einzelbild herunterladen
 

3i vous nrourrse, Nonüeur, a guü äoisje me regäre?

Man ecu^er Lriilac, je ja vous recowmanäe.

Als NUN der Herr Dauphin gestorben war, undder Stallmeister Brissac mit grossem Schmerz denLeichnam seines Herrn in seinem Sarge verlassen hat-te, gieng er gerade zu nach dem Lager von Avignonab, entschlossen den Tod seines Gebieters an seinenFcmdcn zu rachen, so viel ihrer ihm vor die Scharfeseines Schwerds kämen und nicht leicht Pardon zngeben, so lange noch Leben in ihm wäre.

Dieser Unfall kam ihm gar sehr zu statten; dennvielleicht würde er sich zu lange blos bei seinem Gebie-ter und dessen Gnade aufgchalten haben, wie ich beiverschiedenen gesehen habe. Er wäre dann nie der bra-ve Feldherr geworden, der er nachher wurde.

Dieser Durst nach Rache nun, nebst seinem bra-ven , chrbegierigcn Herzen trieb ihn so rief in die Ge-fahren des Kriegs, denen er sich so oft und so man-nichfaltig entgegen warf, daß er sich unter den Fran»zosen in kurzem den Ruhm eines sehr braven und tap»fern Cavaliers erwarb und dabei noch vom Glück be-günstigt, viele schöne und ehrenvolle Stellen nachein-ander erhielt. Er bekam eine Compagnie von Che-vaux> Legers und Geiis-d'armes, wurde General derfranzösischen leichten Reutercy und Oberster der fran-zösischen Infanterie vor Pcrpignan. Zu Vitry wi-derfuhr ihm freilich ein schlimmer Streich durch dieNiederlage, Unordnung und Flucht seiner leichtenReuter; er wüste sich aber sehr gut aus der Affäre zuziehen und seinen Rückzug auf Wolfsart zu nehmen,indem er sich daoel stets noch herumwars und wehr-te, wie der Herr von Bellay in seinen Memoirenerzählt, dem man hichei mehr Glauben beimeffeamuß, als dem Paul Iopius.

E 2 Die»