Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
Seite
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Solche Generale glebts aber gar nicht mehr, diediesem Caculus gleich eine solche Schande für denGeneral auf sich nehmen wollten; und wer den Herrnvon Montluc kennt» brav, tapfer und ehrbcgeerig,wie er war, der wird leicht mit mir darauf schwören,daß er lieber hätte hunderttausend Tode sterben, alsdieß lhun wollen, und daß er viel eher die Rolle an-'derer braven römischen Generals übernommen habenwürde, die den Flüchlingen die Fahne entrissen undsich damit ins Gedränge warfen, wo die Schlacht amhitzigsten war. Es gab und giebt noch täglich eineMenge gemeiner sowohl, als hoher Dfstciers, welchelieber diese Rolle, als die des Catulus übernahmen undÜbernehmen würden..

Ich gebe es also jedermann zur Erwägung:ob diese Betrachtungen den Herrn von Montluchätten vermögen sollen, seine Ehre um fremden Bor-theils willen hintan zupsetzcn. Ueberall giebt es in-dessen einen Mittelweg, und man kann das eine thun,und das andre nicht lassen. Hiebei wunderte sichder Prinz, daß König Heinrich ihm keinen Verweisdeswegen gab, oder doch wenigstens der Herr Cvnne-table, als er davon herkam. Denn diser war eingroßer Feldherr, der alles wohl erwog und überlegte,und dem es besonders recht gut bekannt war, daß manes weder im Glück noch im Unglück aufs ausserste an-kommen lassen soll. Denn, wie gesagt, man hatteeinen verzweifelten Versuch wagen, herausfallen undmit den Waffen in der Hand sterben sollen; vielleichthätte man ihnen-so viel Volk getödtet, als sie uns!oder aber man mußte bei Zeiten eapituliren.

Der zweite Fehler war, daß Montluc nicht für dieStadt hatte eapituliren wollen» sondern dieß den Herrn

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