Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
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Darum sollten solche Leute sich jederzeit Gott be-fehlen, daß er ihnen stets dieß Geschenk der Tapfer-keil erhalten wolle und man findet, daß es keine Per-soncn in der Welt gicbt, die so sehr Ursache hätten,,,sich Gott zu befehlen und zu ihm zu beten, alsKnegöleute, wenigstens diejenigen, welche zu einigenPosten und vorzüglicher Würde empor gestiegen sind;,,de»;n es giel t keine Ehre in der Welt, die so leichtdem Verfall unterworfen und weniger wieder herzu-stellen wäre, als die ihrige."

bleberdieß, wenn man die heilige Schrift recht,,verstehen nnd auslegen will, stehet allerdings zuvcr-, muthen, daß Gott die Tapfen, und Starken nicht sosehr liebt, da man wohl sagen möchte, daß sie blosausBlutvergießcn undTodschlagcinHandwerk machen;was Gott sehr verabscheut, da er selbst gesagt undbefohlen hak: so dir jemand eine Ohrfeige giebc, sobiete die andre Seite auch dar. Der tapfre Mannist freilich hierzu nicht geschickt, dieß Gebot zu befol-gen und seine kühne Seele vermöchte dieß nicht zuzu-gebcn, wohl aber die feige und furchtsame. Auchzieht Gott bei solchen Gelegenheiten und Expeditio-nen im Krieg, weil er die Grausamkeiten undgroße Mordthatcn, die geschehen würden, voraus»sieht, den muthigstcn Männern vermittelst der Furchtden Zügel an, um sie von ihrer grausamen Exe»cution zurückzuhalten."

Es giebt noch so viele andre Geheimnisse Gok-kes, die wir nicht verstehen und zu Folge deren wirvon mehrern feigherzige Handlungen begehen sehen;darum steht es ihm zu, über die Menschen und ihreLeiber und Seelen zu gebieten, und sie nach seinerWeise und seinem Willen zu bestrafen, nicht aber

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