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Dies sind sittsame Launen von Personen, dieman jedoch nicht so sehr tadeln kann, daß* mannicht noch weit mehr ihren Edelmuth und ihre schöneSeelen loben sollte, daß sie keinen Flecken auf ihrerEhre sitzen lassen wollen. Es sind Taschenspieler-Künste, die ihnen nicht jedermann nachmacht.
Ich hörte bei einer solchen Veranlassung eine Streit-frage aujwersev, ob es nähmlich erlaubt sey, Feigher-zige zu bestrafen, die auS Furcht und Feighcrzigkeitaus schlachten flohen und Plätze übergaben. Dabeihon- ich denn von den größten Theologen versichern,daß sie, wenn man auf Gott sicht, keineswegs straf-bar seyen, was aber die Welt betrift, so übcriieffcn siees der WM Unheil; denn, sagten sie: ,,hält
„Gott nicht die Herzen der Menschen*in seiner Hand,„denen er nach seinem Wohlgefallen Tapferkeit, Muth„und Furcht cinpflanzt und eindrückt. Warum will„man also einen Menschen tapfrer machen, als Gott„ihn gemacht hat; oder wenn Gort ihn von Natur und„Geburt tapfer gemacht hat, nimmt er ihm dennoch„oft wegen seiner Missethaten und Verbrechen seinen„Muth und seine Kühnheit, so daß man Beispiele ge-„nug davon hat, daß die tapfersten Männer von der„Welt, die sich sonst sehr wacker gehalten hatten, auf„einmal von Gott verlassen wurden, von Furcht„ergriffen, wankten und in die äußerste Feigher-„zigkeir verfielen (so wie ich denn selbst Beispiele hievongesehen und angeführt habe,) und hierinn offenbart„sich die wunderbare Kraft und der Wille Gottes, der„sie dadurch heimsucht; denn es giebt manche un-,,ter ihnen, die so stolz auf ihre Tapferkeit und ihren„Arm sind, daß sie diesen und nicht Gott allen Ruhm„und Ehre davon zuschreiben. Auf solche Weise„werden sie also dafür von Gott bestraft."
„Dar-