scheu Pfuscherinn, die ohne Blick in die Zukunft nur jedes-uiahl für den itzigen Augenblick Rath schaffen wollte, unddabcy in der Wahl der Mittel nichts weniger als delicatwar. Sie trieb dieß Spiel so lange, bis Frankreich, dasohne diese weibliche Vormundschaft unter einem festen Mannnie so tief gesunken wäre, in die verwirrkcste Zerrüttung fiel,deren unglücklich verschlungener Knoten nur durch wiederhol-te Schwertstreiche Heinrichs IV. gelöst werden konnte.Als die Verwirrung aufs höchste stieg, machte stch Sacharin«hinter die Couliffen. Sie starb ohne noch alles erlebt zu ha-ben , was sie als ihr Werk zur gerechten Strafe billig nochhatte erleben sollen, besonders die Ermordung Ihres ge»liebten Heinrichs, dem ihre falsche Politik den Dolch in dieBrust stieß. Ihr folgte die verdiente Verachtung beyderParteien.
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Der König von Navarra, dessen Beytritt zu dem Tri-umvirat für die katholische Partey von Wichtigkeit war,hatte verschiedenen Lockungen widerstanden; so hatte manihn lange mit der Hoffnung hingchalten, daß man ihm zudem Besitz des von Spanien usurpirten Königreichs Navarrawieder verhelfen wolle. Als dieß abgenutzt war, brachte man«ine Vermählung zwischen ihm und der Königin» Maria vonSchottland, Wittwe Franz II., aufs Tapet, mit der Aus-sicht, so gleich König von Schottland und mit der Zeit viel«leicht gar noch von England zu werden. — Anton sah zuviele Schwierigkeiten dabcy , und schlug endlich die glänzendeParthie aus. Sogleich hatte man eine neue Lockspeise bey derHand- Catharina ließ ihm ihre Tochter Margaretha (die nachherdie Gemahlin» seines Sohnes wurde) antragen. Er ließ sichnicht blenden.
Endlich versprach man ihm zur Schadloshaltung fürNavarra von spanischer Seite das Königreich Sardinien,und mahlte ihm die Herrlichkeiten dieser Insel so reizendaus, daß er sich endlich würklich dadurch verführen ließ,ganz zur katholischen Partey übertrat, und nach Apostaten«Art, «in hitziger Verfolger der Calvinisten wurde.
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So gut nahmlich ein Weib ihrer Art dieser Empfin«dung fähig war. Ihre Gesinnungen litten «ine starke Ver.
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