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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
359
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den, die sich auf eine Rcgulirung der Regentschaft u. d. gl.rinlaffen wollten, durch ein Arret des Staaksraths befeh-len zu lassen,sie sollten sich damit nicht incominodiren,und Sr. Majestät würdcnS mißfällig wahrnchmen, wenn dieHerrn sich in ihren Proposicionen mit dergleichen etwas befaßenwollten." Ucbcrkaupt war dieser Reichstag nicht zuGeschäften, sondern zu Legalisirung der Rache der Guisen ge-gen die Bourbonen zusammen berufen.

Unserm Verfasser kann man so etwas zu gut halten.Zn arq ists aber, wenn Voltaire (Lllai kur les mosurserc. T'. V. x. i66. I^sulanne 1780.) sagt: diese (schonlange versammelten) Stände seyen nach dem Tod FranzII.zusammen berufen worden , weil ohne ihre Mitwir-kung in dergleichen Fällen nichts vorgenommen werden kön-ne, und sie hätten 'Cakharinen die ReichSregicrung über-tragen- Drey grobe Unrichtigkeiten in drey Zeilen!

6 .

Er sollte, nachdem sein Bruder bereits gefangen ge-setzt war, in einer Audienz beym König, ermordet werden.Alle Anstalten waren schon getroffen, und auf das erste Zei.chen, das der König gab, sollten gcdungne Mörder auö'ih-rem Hinterhalt hervorstürzen und ihn nieverstohen. Bour-bon, der davon benachrichtigr war, gieng »ach einem har-ten Kampf mit sich sebst, endlich doch in die Audienz, wo ersich so vorsichtig gegen den König benahm, daß dieser, ohne-hin schwach und nicht böse, dadurch entwaffnet wurde, unddas verabredete Zeichen zum großen Aerger der Guisrn,nicht gab.

7 .

Diese Herzogin» von Montpensier, eine Vertrante derKöniginn Mutter, aber dabey eine nützliche sorgsame Freun-dinn der Bourbonen, hatte diesen zuvor schon Nachricht ge-geben, daß eS bey dem bevorstehenden Reichstag eigentlichauf sie gemünzt sey. Da sie nicht wohl umhin konnten,dabey zu erscheine», so rieth sie ihnen, sie möchten zu gleicherZeit die Kinder des Herzogs von Guise aufheben und alsGeisseln für ihre eigne Sicherheit, .nach Sedan in Verwah-rung bringen lassen.

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