Sie haben als eine große Königin« und edle Fürstin«gespielt, ich hingegen als ein lumpichter Edelmanngar zu verschwenderisch. Indessen will ich doch lie.der, daß Sie mich dafür', als für filzig und un-galant gegen eine so vortreffliche Fürstin», als Siesind, halten."
Ich hörte dicß von meinem Bruder, dem Herrnvon Bourdeille, erzählen, welcher damahls dabey -war, und um dieses Zugs willen liebte den Herrn vonEsse die Königinn von dieser Zeit an nur noch mehr;auch außer den großen Diensten, die er ihr im Kriegleistete, war er schon um seiner artigen Manieren undseines gefälligen Umgangs willen, stets bey ihr will«kommen,.
D e r
Herr von B u ri e.
A^er Herr von Bun'e war ein wackrer Kriegsmannund sehr guter einsichtsvoller Feldherr; daherer auch so wohl in Piemont als in Italien und Frank-reich sehr schöne Stellen bekleidete. Er war Ober«ster von der französischen Infanterie bey dem Zug desHerrn von Lautrer nach Neapel, hatte auch das Com-mando über seine Artillerie, und stand allem sehr gutvor. Allein der erboste Himmel , gegen uns Frau»zosen damahls aufgebracht, vernichtete unsre Armee
und