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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
333
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der Hugenotten gewesen war, dennoch den Befehl nichtvollstrcckte, der ihm, wie einigen andern Gouver,ncurS, nach der Bartholomaus Nacht zugefertigt wor-den war, alle Hugenotten in seinem Gouvernementeben so nieder zu machen, wie man in Paris gethanhatte. Er weigerte sich dicß zu thun und sagte:die-se That scy zu schändlich; der König habe dicß wohlthun und sich, wenn es ihm beliebte, als König da-von wieder rein waschen können; allein Er würde seineSeele jederzeit damit belastet und seine Ehre beflecktfühlen."

Der König nahm dieß sehr übel auf und waräußerst ungehalten auf ihn. Man sagt, er sey ausKummer über diesen ohne Grund gefaßten Unwillendeö Königs gestorben: andre sagen, sein Ende scy be-schleunigt worden. Es war sehr Schade um ihn;denn ein sehr braver und tapfrer Herr war Er, und einMann von großer Rechtschaffenheit und Ehre.

Er hatte einen Halbbruder, von einer andernMutter. Dieser brave und tapfre Cavalier warHugcnvtt und die beyden Brüder standen oft ge-gen einander im Feld, wvbey sie sich jedoch mehr-mahls Artigkeiten erzeigten.

Er wurde einige Zeit hernach wahrend des Frieedens ermordet, als er im Vertrauen auf den Friedenin eine Stadt von Provence kam, wo ein Niederträch-tiger ihn umbrachte, den ich hunderkmahl alljährlichder Königin« Mutter Pomeranzen bringen sah. Ichhabe seinen Nahmen vergessen, so wie auch den derStadt, wo dieß geschah»

Die Hugenotten von Provence setzten starkesVertrauen ans ihn, und wenn er nicht gestorben, wäre,

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