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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
332
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lange Zeit Gouverneur von Provence und stand diesemPosten mit vielem Ruhm vor, wo er es mit eigen-sinnigen, wunderlichen und schwer zu behandelnden, ob-schon übrigens sehr braven und tapfern Leuten zu lhunhatte, die er so gut zu lenken wußte, daß man unterihm nichts von Unruhen und Empörungen sah, wienachher unter den andern Gouverneurs.

In den ersten Kriegen zwar hatten sie ihn wegenseiner reformirten Gemahlinn ein wenig wegen der re,formirten Religion in Verdacht, wobey sie in ihrerSprache sagten: ,chrey Dinge verderben Provence,der Wind, die Gräftnn und die Durance. Denn wenndie Winde dort einmahl anfangen, so sind sie fürchter-lich, und verursachen großen Schaden im Lande, so wieauch der Fluß Durance, wenn er anschwillc und aus-tritt, so heftig und wüthend wird, daß er große Ver-heerungen anrichtet.

Als sehr eifrige Cathvliken wurden also die Pro-vencalen der Religion wegen mißtrauisch gegen denH'^n Grafen, und ihm ein wenig abgeneigt, wo,gegen sie ihr Vertrauen auf seinen Sohn, den HerrnGrafen von Sommccivc setzten, den sie außerordentlichhoch und werth hielten, weil sie in ihm einen erbitter-ten Feind der Hugenotten erblickten, der diesen sehrnachdrücklich und sehr grausam zusetzte, so daß sie de-ren eine Menge unter ihm erlegten.

Wenn der König Karl daselbst war, hörteman bey allen seinen Ausritten und Einzügen kei-ne andre Stimme vom Volk, als:Es lebe derKönig, die Messe und der Herr Graf von Sommeri-ve, der sie uns erhält."

Hierbey muß man diesen Herrn ganz ungemeinloben , daß er, unarachtet er ein sehr starker Verfolger

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