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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
321
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Er war Hin sehr guter und geschickter Reiter;auch übte er sich hierin vorzüglich und hatte ge«wohnlich eine große Menge sehr guter und schönerPferde in seinem Stall, welche die ganze Schuledurch zu machen wußten, so gut als er selbst siezu zureiten verstand. Es war nicht möglich ei-nen bessern Reiter zu sehen als ihn, es mochte nunauf einem Bataillen . Pferd, oder auf einem bloßenSpazierreiler seyn.

Gewöhnlich that er bey Ringelrenncn mit seinemKönig oder mit andern die schönsten Ritte von derWelt; er hatte aber das Unglück selten den Ring zutreffen wegen seines Gesichts, das nicht sicher genugwar; dem ohnerachtet waren seine Ritte immer so vielwerth, als die Ritte deren, welche trafen.

Wenn er hierin unglücklich war, so war er umso glücklicher bey seinen Kämpfen zu Pferd auf denHieb; denn der mußte fest sitzen, der auf einenStreich von chm nicht wanken wollte, so gut undgeschickt und richtig wußte er ihn anzubringen.

Ben der Zusammenkunft zu Bayonne konnte derMarschall Retz wohl ein Liedchen davon singen: dennbey einem Pallct zu Pferd, worin mit dem Degen ge«fochten wurde, rennte er mit rem Herrn von Attwillezusammen, wurde aus dem Sattel gehoben und fielAngesichts der Königinnen und der ganzen Versamm-lung von Zuschauern vom Pferd; wvbey plötzlich dasGerücht entstand, es sey der Herr von Gulse, der da«Mahls ein junges Blut von noch nicht fünfzehn Jah-ren, doch schon sehr geschickt war, und bereits einsehr wackrer Kampfer wurde, so gut als andre, dieweit älter waren, als er. Seine Mutter, die Frauvon Guife, die sich mit den Königinnen auf demN.Denkwürvigk. XL» T Schau»