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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
322
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Schau» Gerüste befand, gericth darüber in den äußeresien Schrecken. Voll Bestürzung wegen ihres Sohnswar ste ganz außer sich, eben so selbst die Köni-ginnen und alle Damen. Als nun der Herr Conne--tabie das Gerücht und das Schrecken der Damen ver-nahm , eilte er zU ihnen hin und rief ihnen zu Lcs istnichts, es ist nichts; es ist La Perron L" denn so hieß Retzdümahls noch, ehe er durch Gunst zu den Stufen emporgestiegen war, auf denen er gegenwärtig steht« Dießberuhigte die Mutter wieder Und erheiterte ihr schö»nes Helles Gesicht, das von dem Sturm einessolchen Schreckens getrübt worden war« Nun wur-de allgemein über den Vorfall auf dem Kampfplatzunter den Zuschauern gelacht«

Ungefahr zwey Jahre nach dieser Reise, als Kö-nig Karl seine Fastnacht im Louvre mit einer ParthieRingelrennen und Gefechten mit dem Degen bey Passa-den zu Pferd feierte, stieß der Herr von AMville ebenso wieder mit dem Herrn Longueville an, den er durcheinen gleichen Stoß ebenfalls wieder voM Pferd warf«Dieß war jedoch nicht sein Fehler: Venn er Wae einsehr geschickter Prinz Und guter Soldat« Der Sat-tel und der Gurt seines Pferdes Waken schuld daran,indem der Sattel sich gedreht hatte«

Hierüber wäre bald eine Schlagerey entstanden.Denn als der Herr von Longueville erfuhr, daß derHerr von Amville sich dessen gewissermaßen bcrühmenwolle, ließ er ihn auf die Pfaffen-Wiese fordern, woaußer ihnen beyden niemand war, als der Chevalier dela Batresse, Lieutenant des Herrn von Amville, und derCapitüin la Gasiirie, ein tapfrer iimvsinek, Lieutenantdes Herrn von Longueville, alle vier sehr wackre undtapfre Männer, die sich sehr gut mit einander her-

umge-