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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
320
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alles ihm zulief, so verließ er ihn, und wurde Lleute-nant unter dem Herrn von Amville, der ihn gewon-nen hatte. Er war für einen von den vorzüg-lichen leichten Reitern seiner Zeit berühmt, weiler lange darunter gedient hatte: denn er war be-reits sehr bey Jahren. Beym Rückzug nun von die-sem Scharmützel unterhielt er sich mit dem Herrn vonAmville und mit dem Herrn Vizdom und erzählte ih-nen ,er habe in seinem Leben schon manchem schönenund hitzigen Scharmützel bcygewvhnt, aber doch nochkeinem so hitzigen und häcklichen wie heute, und da eraus diesem davon gekommen sey, so würde ers wohlaus andern ebenfalls, auch sey er in seinem ganzen Le-ben noch nie verwundet worden." Kaum hatte er dießgesagt, so kam ein Kanonen-Schuß aus der Stadt,der ihm den Kopf wcgnahm.

Dieß war das Schicksal dieses guten Greises,der von allen in Piemont, besonders von seinem Ober-sten, dem Herrn von Amville, sehr bedauert wurde,welcher jederzeit gern Italiener so wie auch Albaneserunter seine leichte Reitcrcy nahm: denn in seinemGouvernement und als man ihn bekriegte, hatte erjederzeit Mittel gefunden, deren welche zu bekom-men, die er dann sehr gut besoldete und bezahl-te, weswegen sie ihm gute Dienste leisteten, und be«hülfiich waren sich zu behaupten.

Da meine Absicht gegenwärtig nicht ist, alleschöne Kriegschaten unserer Fcldherrn zu erzählen,so will ich mich nicht weiter über die des Herrnvon Amville verbreiten, und nur dies noch von ihm sa-gen , daß wenn er ein guter KriegSmann war, ernicht minder groß als Ritter in allen ritterlichen Uebun«gen gewesen sey»

Er