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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
318
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Cs ist aber auch in der Thal ein großer Unter-schied dazwischen, bloß in Ungnade gefallen und vomHof verwiesen zu seyn, und ruhig auf seinen Gü-tern leben; auf der andern Seile hingegen an Ehre,Gut und Leben verfolgt scyn, drey Punkte, welchewohl die getreusten und gehorsamsten zur Verzweiflungzu bringen vermöchten. Ueberdieß ist mir auch recht gutbekannt, wie sehr der Herr Marschall sich wehrte undhütete, so weit zu kommen und wie oft er seine Kö-nige angicng und sich vor ihnen demüthigte, worüberich bcy Hof eine Menge Gänge thun sah. Allein eswar nun cinmahl sein Unglück so, oder sein Schicksal;denn ec stand ebenfalls auf der Liste der Geächtetenzur Bartholomäus Nacht, wenn er sich just zu Parisbefunden hätte»

Kurz er brachte sich bisher als ein wackrer Mannund sehe kluger Feldherr vortrefflich durch, und stehtgegenwärtig beym König, dem er so wie seinem Va-kerlande überhaupt sehr gut und sehr getreu dient, unduoch besser dienen würde, wenn man seinem Rath fol»gen und eine gute Verfassung im Kriegswesen einsührcnwollte, die er ehmahls von seinem Herrn Vater so gutbeobachten sah. Er hatte von diesem mehrere schöne undgute Lehren gelernt, die er besser als irgend ein franzö-sischer Feldherr in den Gang bringen konnte. DennWir haben keinen, der sich besser darauf verstünde oberin der ganzen Christenheit gegenwärtig länger gedientund NHs'r Erfahrungen gesammelt hätte, als er;so bald er nur fähig war., Waffen zu tragen, trug ersie auch sogleich und bekam wichtige Posten, um siemit Ruhm und Nachdruck zu führen.

Unter andern war er Oberster von der Picmvnte-sischcn Lavallerie, die er tapfer zum Sieg anführte;

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