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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
309
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denn der Herr Herzog genöthigt nach Poitiers zurück«zugehen, woher er gekommen war, und wo er nunder Königin» alles erzählte, und ziemlich böse Mdaufgebracht darüber schien.

Ich war damals im Zimmer, als er es der Kö-nigin», erzählte , die ihn versicherte, der König würdeihm Genugthuung deswegen verschaffen. Nachdem erein wenig nachgedacht hatte, sagte er:Madam,ich werbe mir schon Genugthuung deswegen zu ver-schaffen wissen, ohne daß der König oder Sie sich des-wegen zu bemühen brauchen. Er glaubt mir einenSchimpf damit angcthan zu haben, daß er mir dasThor verschließen und mit mir von der Mauer herab-reden ließ, und zwar durch eine alte Frau, ohne selbstdas Herz zu haben, sich sehen zu lassen; indem er alsMemme und Hasenherz sich verborgen hielt und sagenließ, er sey nicht da. So machenS Leute seines glei-chen. Denn wär er brav und edclmüthig gewesen, so hätteer mit den Seinigen aufsitzen sollen und mit tapfer,nund muhigcn Anstand mit mir reden und mir gerade her-aus und mit dürren Worten, bescheiden, oder trotzig,sagen müssen: ich würde nicht hineinkommen. Denn son üffen brave und tapfre Männer bey dergleichen Ge-legenheiten verfahren und als Löwen reden, nicht Füch-sen gleich in ihre Löcher versteckt. Wo er aber auchstccken mag, ich werde ihn schon kriegen.^

Man fand, daß der Herr Herzog von Montpen-sicr hierin sehr richtig urtheilte; auch sagten mehrerebey Hof mit ihm:es schicke sich besser für einenwackern Cavalier und braven Offizier, sich Cavaliers-mäßig als so feige zu betragen, wiewohl übrigens ge-dachter Ruffet sonst bey vielen in dem Credit stand,ein Mann von Herz zu seyn."

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Nach