Nach Verlauf einiger Zeit bat ihn der König,alles zu vergessen. Es fand sich aber eine MengeSchwierigkeiten von seiner Seite, die ich hier mitStillschweigen übergehe. Als indessen nachher die Kö-rnginn Mutter ihre Tochter zu deren Gemahl dem Kö-nig von Navarra nach Guyenne führte, wollte derHerzog von Montpensier diesen Herrn von Ruffet niesehen, noch nach Coignac kommen, so lange er da-selbst wäre > wo er Lieutenant de Roy im Lande war,sondern drohte: wenn er sich vor ihm erblicken ließe,wolle er ihm den Dolch in die Brust stoßen. DieKönigin« war also genöthigt, um unangenehme Auf-tritte zu vermeiden, gedachtem Herrn von Russet zubefehlen, daß er sich entfernen sollte.
So sprach der Herr von Montpensier, und sowollte denn auch der Herr Marschall von Montmv-reney vor dem Herrn Cardinal die Thore nicht ver-schließen; indem er eS für die Sache eines furchtsamenund feigherzigen Gouverneurs hielt, sich nicht inFurcht und Achtung setzen zu wissen, ohne das Thorzu verschließen.
Den Herrn Prinzen verdroß diese Beschimpfunggar sehr, weswegen er denn auch einen Adclichcn anden Herrn Marschall abschickte, um von der Sachemit ihm zu sprechen. Der Herr von Montpensierthat ein Gleiches, der sich die Sache sehr annahm,indem der Herr Kardinal ihm beygebracht hatte, dieSache betreffe alle Prinzen von Frankreich und so gutden Herrn von Montpensier als ihn selbst, weswegener ihm dem auch die Abschrift eines von ihm aufgesetz-ten Briefes beylegte, die er ihn zu unterzeichnen unddem Herrn Marschall zuzuschickcn bat.
Dieser Brief war etwas stolz und ziemlich trotzigabgefaßt. Denn eS ist außer Zweifel, daß er auS
sehr