Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
308
Einzelbild herunterladen
 

an eben dem Art, wo sie sich rühmen, die meiste Ge-walt zu haben, um dadurch ihr Ansehen auf ewigzu Grund zu richten, wie er hierauf öffentlicher Straßevon Saint-Denis that."

Ueberdieß, wenn man das Thor vor ihm ver-schloffen hatte, mußte man gewärtig styn, baß derHerr Kardinal, statt sich über den Schimpf zu bekla-gen , übermüthig genug gewesen seyn würde, sich zubcrühmen:Ha, wie sehr war der gute Mam, inFurcht, ich möchte in feine Stadt kommen und daSAnsehen, das er dort besitzt, zu Boden werfen! waSzuverlässig auch geschehen seyn würde; denn wäre ichhineingekommen, so hätte ich ihr, um seinen ganzenCredit gebracht und ihm tüchtig warm gemacht. Echütete sich aber wohl, der feine Mann, mich h'neinzu lassen. Ein andermahl werde ich wohl ohne ihn hin-ein zu kommen wissen. Bis dahin werde ichs ihm ge-denken. ^ Und so noch eine Menge anderer Prahle-reyen, die er dabey hätte machen können. Darumthat also der Herr Marschall sehr wohl daran, sich sozu benehmen, wie er that.

Der Herr von Raffet Gouverneur von Angou-leme verschloß aus solche Art daS Thor vor dem HerrnHerzog von Mvnrpensier der sich der Stadt bemäch-tigen wollte, um sie dem Bruder deS Königs oder ei-nem andern von ihm Bevollmächtigten zur Besitzneh-mung in die Hände zu spielen, weil der König sie ihm,vermöge eines getroffenen Accords, gegeben hatte.Gedachter Herr von Montpensier mußre vor dem Thorebleiben, daS er verschlossen fand und wo man ihmvon der Mauer herab sagen ließ: ,,der Herr vonRuffet sey nicht da," ohncrachtet dieser die Antwortselbst einem andern aufgetragen hakte. Und so war

denn

)-

Etr

Km

«'>ir»

l>Ä

Kl»

ni-j

ch