geschmeidig, wie einen rehledernen Handschuh vonVendvme, so daß der König äufferst wohl damit zu-frieden war.
Auch war dieser Dienst nicht so gering, daß er nichtheilsame Folgen für das ganze Reich gehabt hätte;denn mehrere Städte warfen ihre Augen auf das Bey«spiel von Paris, das er in solcher Furcht und Both-mäßigkeit erhielt, daß er unter der Nase der Pariserund in ihren Straßen jene Bravade gegen den HerrnKardinal von Lothringen ausführte, welcher bewaffnetin die Stadt einzrehen wollte, ungeachtet erS ihmhatte untersagen lassen. Diesen griff er vor ihrenAugen an, da sie doch zuvor so laut geschrien hat-ten: es lebe Guisel und alle diesen Nahmen so hochin Ehren hielten. Wer sonst nur in mindesten derenBedienten zu nahe getreten wäre, hätte besorgen müs-sen, die Pariser würden alle unters Gewehr treten,und einen Aufruhr und Blutbad ohne alle Rücksichtnoch Schonung beginnen; und doch widerfuhr hierdem Haupt dieses Hauses ein solcher Schimpf, ohneLaß einer von den Inwohnern der Hauptstadt esgewagt hätte, nur zu muchzen. Dreß war eingroßes Glück für den Herrn Marschall, noch größeraber war der Respekt und die Furcht, die manihm dadurch bewies. Nach diesem Beyspiel soll-ten sich denn freylich mehrere andre Gouverneursin unfern Städten und Provinzen bilden undrichten.
Ich kam so eben aus Spanien zurück und befandMich bcy dem Hof zu Arles in Provence, als dieNachricht von diesem Vorfall einlief. Der König,die Königin» und der Connctable waren darüber sehrin Bewegung und traurig; nachdem man aber die
Grün-