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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
302
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von Condö zum Weichen brachte und ein großesSchrecken unter die wenige Infanterie des Herrn Prin-zen verbreitete, die sich, jedoch in einiger Unordnung,fechtend zurückzog, und weil sie dem Herrn Prinzen undAdmiral hatte folgen können, auf dem Marsch nochimmer mir unserer katholischen Infanterie zu scharmu-ziren hatte. Denn diese kam bey dieser Schlacht nichtanders daran, als bloß auf diese Art. Der Herr vomAndelot hatte den größten Theil ihres Fußvolks zurUnternehmung gegen Pontoise weggenommcn, so daßdem Herrn Prinzen dessen nur sehr wenig übrig blieb,welches jedoch sehr gut angeführt wurde durch denObersten Valefrenicre, einen wackern Soldaten undguten Officier, der sich unter den französischen undspanischen Truppen gebildet hatte. Ich werde nochanderwärts auf ihn zu sprechen kommen.

Ausserdem, daß der Herr von Monkmorcncy ta-pfer war, war er auch ein geschickter und einsichtsvollerOfficier und sehr politisch, daher ihn denn auch derKönig, wenn er eine Reise durch sein Reich antrat,als Gouverneur von Isle de France und Paris zurückließ. Hier zeigte er dann seine Weisheit in seinemeinsichtsvollen Benehmen: denn da er dieß Volk vonParis, das erst frisch aus dem bürgerlichen Kriegher kam, noch sehr feindselig gegen die Hugenottengesinnt, unruhig, aufrührisch, wankelmüthig und nochkochend von Biuddurst fand, indem cs seinen starkpochenden Puls noch nicht in eine ruhigere Bewegungzu setzen vermochte, so war er mit gutem Erfolg be-müht, es bald durch Gelindigkeit, bald durch Trm-porisiren, bald durch Strenge, bald durch Justiz, soschön und gut zu lenken, daß er cs endlich in dieSchranken seines alten Gehorsams gegen die königli-chen Edikte ^zurücksührte. Er machte es so biegsam und

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