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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
301
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nicht auch zugleich eine Willensönderung Key ihm be-wirken möchte, indem er nicht der Meynung de-Horaz war:

Loelum non Aniinum inutsnt gu! lrsns lVlsre cur-runt.

Als er zu Rom war, gab ihm die Belagerungvon Ostia, einem Platz, der für den Dienst des Papstesund des Königs seines Herrn wichtig war, Veranlas-sung, dahin zu gehen, wo er sich große Ehre erwarb.Hierauf kam er nach Frankreich zurück, wo er, seinerersten Liebe uneingedenk, sich mit der Frau Herzoginnvon CastrcS, zu großer Freude seines Vaters , ver-mahlte, wodurch zugleich das Edikt des Königs ver-anlaßt wurde, das noch gegen Kinder beobachtet wird,welche ohne Einwilligung der Acltern die Ehe verspre-chen. Der Herr von Montmorency ließ sich dieseVermahlung gefallen, um dem Willen seines Vaterszu gehorchen, den er sehr ehrte, so wie ihm auch aufder andern Seite eine so gute und hohe Partie an-genehm war.

Auch bcy mehrern andern guten Gelegenheitenbefand er sich, wo er jederzeit seine Tapferkeit sehr be-wies , wie z. D. bey dem teutschen Zug bey der Be-lagerung von Mez, bey der Einnahme von Calais undnoch sonst bey unzahlichcn andern Gelegenheiten: beson-ders bey der Schlacht bey Saint-Dcnys, wo ihmder Ruhm gebührt, daß er den Schweitzern, welcheschon einigermaßen wankten, wieder Much und Fe-stigkeit gab, auch einige Flüchtlinge zum Stehenbrachte, und dann so zu rechter Zeit angriff, daß ereiner der vornehmsten Urheber und Helden war, durchderen Zurhun die Schlacht gewonnen wurde, indemer einige der muthigsten Truppen des. Herrn Prinzen

von