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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
272
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sicherte, daß wenn sie vyr mir stürbe, sie gegenalle Menschenpflicht verstoßen würde, wenn siedem König und ihren andern Kindern nicht dieTreue, Einsicht, Betriebsamkeit und den mühevollenFleiß rühmte, die ich für ihre Angelegenheiten in ih-rem noch zarten Alter bewiesen hatte, die ich auch selbstzu den stürmischsten Zeiten, bey großen und kleinenAngelegenheiten des Königs und des Reichs verwen-dete, was gedachte königliche Kinder wegen ihres zar-ten Alters noch nicht so einsehen konnten: da aberIhre Majestät so liberal und gnädig gegen mich wa-ren, so ist es auch billig, daß ich ihrer Liberalität undWohlthätigkeit genieße, so weit die Vernunft cs willund erlaubt.

Es genügt mir und den meinigen, daß sie unsgnädig sey und sie und der König erdigen uns schongroße Gnade dadurch, wenn sie nicht zugeben, daßman »ns einige Ungerechtigkeit zufüge, und unsschlecht und recht zu leben erlauben: wollen sie zu die-ser Gnade noch etwas drüber hinzufügen, so werdenwir cs alles für eine besondere Wohlthat und alsunverhofftes Gut erkennen.

Es kann ihnen traun nicht zur Unchre oder Ta-del gereichen, ihren unterthänigen Diener mit irgendeiner anständigen Belohnung begnadigt zu haben.

An Sie wende ich mich jetzt, gnädigste Frau Her-zogin» Margaretha von Savoyen und bitte Sic, dieSie jederzeit mir Güter und Ehrensielien zugeweudetund mir und den meinigen in Förderung meines Glücksniemahlen entstanden sind. Ich bitte Sie also flchent-iich, daß Sie die Liebe und Gnade, die Sie zu mirund den Meinigen im Leben trugen, auch m-w mei-nem Tod gegen meine Frau und Künder forlsitzen