Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
269
Einzelbild herunterladen
 

- - -- 269

ten, und sein und seiner Untcrthanen Vermögen z»plündern.

Uebrigens sind es bcynahe fünf Jahre, daß ichhier das Leben des Lautes lebe, ohne der Meinigenzu gedenken, so wenig als sie meiner gedenken. Ichmöchte nicht gern das Andenken der Leiden auffrischcn,die ich in dieser Stelle bcy Hof sowohl öffentlich alsim Stillen erduldete. Doch darf ich auch nicht ver-schweigen, daß mir von Seiten des Königs und derKöniginn nichts Uebels wiederfuhr, und wenn mirauch etwas dergleichen wicdccfahren isi, so ist es sicherwider ihren Willen geschehen.

Gegenwärtig da ich mich außer einer ganzen Men-ge andrer seit sechs Monathen erduldeter Krankheitenvon der unheilbaren Krankheit, Alter genannt, hartmitgenommen sehe, Habs ich erwogen, daß es Zeitsey, meine Angelegenheiten in Ordnung zu bringen,wie dies unter den Menschen so üblich ist, und Ein-richtungen zu machen, welche ich von meinen Erbenunverletzlich gehalten wissen wünschte, und von denenich hoffe, daß sie solche auS rechtem guten sreyen Wil-len ins Werk setzen sollen, mehr durch Freundschaftzu mir, als durch irgend einen Zwang des Gesetzesvermocht. Denn diese Einrichtungen weichen in nichtsvon den Rechten und Vorschriften der Natur ab, sindauch ihrem Nutzen und Vorcheil keineswegs zuwider.

Erstlich will und ordne ich, daß all mein Gutund Erbe denjenigen zukomme, denen es vermöge derGesetze und Gewohnheiten des Landes gehört, undmache hierinn keinem eine Satzung noch Verordnungzu seinem Nachtheil.

Ferner will ich, daß meine geliebte Frau undEhegattinn Maria Morin das alles zum gemeinschaft-

iichen