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des Königs Franz am meisten gegolten und vermochthatten, sank, und die Macht der Königin« Mutterstieg ungemein. Dem ungeachtet war der Neid nochimmer geschäftig. Denn, von falschem Irrwahn hin-gerissen, zog der König von Navarra alle Herrscherge-Walt an sich, und legte sich den Titel eines Vormundsdes jungen Königs nach den Grundgesetzen Galliens,eigenmächtig bey.
Die Königinn Mutter im Gegenkheil setzte sichdagegen, und berief sich dabcy auf eben die Gesetzeund Gewohnheiten, zog auch »och dazu die Beyspielevon denjenigen Fallen für sich an, die man sonst indergleichen Umständen für beweisend und entscheidendhatte gelten lassen.
Da dieser Streik vor die versammelten Stande desReichs kam, so wurden diese durch Billigkeit— dennwaS kann wohl billiger scyn, als die Obsorge undVormundschaft cims Unmündigen seiner leiblichenMutter übertragen? — durch Billigkeit, sage ich,oder durch unser unablässiges dringendes Anhalten be-wogen , und gaben der Königin» Mucker die Obsorgeund Bevormundung des Königs und seiner Güter,setzten ihr aber zugleich als Gehülscn und Rach denKönig von Navarra bey.
Wir wähnten, durch dieß Mittel die Herzen derPrinzen wieder vereinigt und durchs ganze Reich so-viel möglich Fried und Ruhe hergestellt zu haben. Al-lein die Kattion und Ligue, welche zur Zeit deS KönigsFranz den Zügel der Geschäfte in Händen gehabt hat-te , fand cs unerträglich , daß diese izt von andern ge-leitet und geführt werden sollten. Sie wiegelten da-her den König von Navarra und die andern Herrn amHofaus, — die sich beschwerten, daß ihre Macht und
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