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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
253
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Leichtsinn und seine gefährlichen und muthwilligenStreiche Vorhalten wollte, die er gewöhnlich beging,und von denen er «hm einige besonders hercrzählte, sofängt dieser an zu lachen.Wies sagte der Kanz-ler, Sie lachen noch, statt traurig zu werden undReue über ihre Thorheiten in Ihrem Gesicht zu zei-gen? Hüten Sie sich, dieß will ich Ihnen gesagthaben, daß ich Ihnen mit Ihrem Gelächter und mitIhren Pickelheringsstreichen nicht den Kopf vor dieFüße legen lasse, so bald ich Ihnen das Todesurtheildarüber ausgefertigt habe. Danken Sie e6 nurimmerhin der Königinn und dem Herrn von Fyzes;denn sonst sollte dieß gleich auf der Stelle geschehen;und noch weiß ich nicht recht, ob ich mich nicht nochjetzt dazu entschließen werde."

Wer staunte und zitterte, das war mein HerrMarquis. Das Lachen verging ihm gar mächtig, wiewir hernach erfuhren: und ich glaube, sein Handelwürde sehr schlimm abgelaufen scyn, wenn der Herrvon FyzcS nicht sein bestes gethan hätte, der, «veil ereinst bey dem Herrn Siegelbewahrer Bertcandi gestan-den hatte, sich der scinigen, annahm, wie zum Bey-spiel der Frau Marquise von Trans, die dessen Toch-ter war. Deswegen verwendete er sich auch bey derKöniginn für gedachten Marquis»

Es war mit diesem großen Richter und strengenSenator gar nicht zu scherzen. Indessen war er dochbisweilen gelind, wo er Grund dazu vor sich sah»Ich erinnre mich zum Beispiel, daß einmahl einKanzley. Sekretair, Mornat, welcher bey dem Herrnvon jansac im Dienst gestanden hatte, ansing fal-sche Siegel nachzumachen : so daß, wer erwaS zusiegeln hatte, wenn die Sache noch so schwierig war,

und