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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
252
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So schickte der Herr Kanzler sie wieder zurück,ohne ihren Eyd anzunehmcn und sagte ihnen, er wür-de dem König ihre Unwissenheit vorstellcn und ihn bit-ten, andre an ihre Stelle zu ernennen.

So bald sie aus der Thüre waren, wendete sichder Heer Kanzler gegen uns und sagte: Nun das sinddoch ein paar tüchtige Esel. Der König hat schwereVerantwortung, wenn er solche Leute bcy seiner Ge-rechtigkeitSpflegc anstellt.

Der Herr von Strozzy und ich sagten zu ihm:Vielleicht, Herr Kanzler, haben Sie ihnen zu harteNüsse aufzuknacken gegeben und mehr verlangt, alsvon ihnen zu erwarten und zu fodern ist. Da ficng eraber an herzlich zu lachen und sagte:Ihr Wort inEhren, meine Herrn, es sind nichts als ganz trivialeDmge, die sie wissen müssen."

So übel waren also die Ignoranten bey diesemgroßen Kanzler daran; eben so kamen bey ihm diejeni-gen weg, weiche schlechte Streiche machten. Ich er-innre mich hievon folgender Geschichte.

Auf eben der Reise nach Bayonne und in ebender Stadt Bourdeaux war der Marquis von Transvorgeiadcn, persönlich vor dem geheimen Rath zu er-scheinen , wo er auch wirklich erschien, auf die Ver-sicherung des Herrn von Fyzes, der nachher unterdem Nahmen eines Herrn von Sauve geheimer Se«krctair wurde. Dieser hatte hier von der Königin»Mutter das Versprechen erhalten, daß ihm ausser derFurcht kein seid wiederfahren sollte, wogegen er, wenner contumazirt worden wäre, große Gefahr lief.

Als er vor dem Herrn Kanzler war und die-ser ihm seine Jugendstreiche, seine Lhorheiten, seinen

Leicht-