nur von diesem, sondern auch von mehrern andern schö-r>en Gegenständen mit der dieser Nation eigenen ein-nehmenden Höflichkeit und Herablassung. Man sichthieraus, welche Ehre dieser gute vornehme Greis un-ferm Herrn von Ronsard mit Recht wiederfahren ließ.
Diese Poeten waren ganz andre Leute als einMarot, ein Sallct und ein Saint Gclais, ohnerach-tec Herr von Saint-Gelais ein ganz artiger Dichterfür seine Zeit war, und nichts von der barbarischenund alten Poesie an sich hatte.
Es machte dem König sehr viel Vergnügen, ihreArbeiten' zu sehen, besonders die des Herrn von Ron-sard, den er seinen Pflegling nannte, und dem er je-derzeit Wohlchatcn und Geschenke zuthnlre wie er auchandern thar.
Er gab Jodelle für sein Trauerspiel: Cleopatra,fünf hundert Thaler aus seiner Chatulle und über'häufte ihn noch überdieß mit andern Gnadenbeweisen,indem dicß damahls noch eine ganz neue, sehr schöneund seltene Sache war.
Kurz dieser König, ohnerachtet er nicht so in denWissenschaften bewandert mar, wie sein Vater, liebtedoch die Gelehrsamkeit und die Gelehrten sehr, und fandoft Gefallen daran, sich vorlesen zu lassen, wenn manihm ein schönes Buch schrieb. Vorzüglich las er gerneSpanisch, das er auch sehr gut sprach, und großes Ber-gigen daran fand; denn er halte eö nicht vergessenseu er von seiner Geisselschaft in Spanien zurück war.So liebte also dieser große König Massen und Wissen-schaften zu^lnch.
Kurz, welche Farben könnte ich noch anbrin-gen, um das Geinählde diese * so großen und groß-murh'gen Königs zu vollenden s was kann ich mehrvon ihm sagen, als daß er ein ausserordcntlich großer
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