gütigen und öffentlichen Anstalten so sehr zu Rom sichauszeichnet. Ein Unterschied war indessen doch. DieRegierung Casars blühte erst nach dem Krieg; dieunsers Königs aber in dem Krieg. Nach geschlosst,nem Frieden verlor sie ihre ganze Blüthe, Starkeund Frucht durch seinen unglücklichen Tod; so daßseine Regierung und sein Hof mit gutem Recht die tustunsers Zeitalters genannt werden konnten; sein Todhingegen das Unglück Frankreichs.
Ich habe erzählen hören und weiß es vvn guterHand, daß einige Jahre (andre sagen einige Tage)ehe er starb, ein Wahrsager kam, der ihm die Nativi«tat gestellt hatte, und ihm solche überreichte. Darinfand er denn, daß ec in einem Zweykampf umkomMenwürde. Der Herr Connetable war dabey anwesendund der König sagte zu ihm r „Schn Sie, Gevatter,welcher Tod mir prvphezcyht wird." — „Ach, Sire,antwortete der Herr Connetable, wollen Sie denn die»sem Gesindel glauben, dessen Sache nichts als Lugund Trug ist. Lassen Sie doch diese alle ins Feuerwerfen." — „Warum denn Gevatter? erwiederteder König. Diese Leute sagen bisweilen Wahrheit, ichmache mir nichts daraus, wenn ich eher dieses als ei»ncs andern Todes sterben soll, ja ich wollte lieber sooder von der Hand eines Feindes sterben, wer er auchseyn möchte, wenn er nur brav und tapfer wäre, undmein Ruhm dabey unbefleckt bliebe."
Ohne weiter auf das zu achten, was ihm derHerr Connetable gesagt hatte, gab er diese Prophezey.hung dem Herrn von Aubespine aufzuhcben, bis ersie einmahl fordern würde. Ach! weder er noch derHerr Connetable dachten an den Zweykampf, der ihmnachher wirklich den Tod brachte, sondern hatten nur
einen