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andächtig seine Messe; denn er war ein sehr guterKatholik und sehr andächtig, ohne jedoch bigott zuseyn, hörte Messe und Hochamt nach den bestimmtenStunden und Tagen, aber ohne außergewöhnlicheCeremonien dazu zu erfinden, wie man wohl nachherdergleichen gesehen hat
So bald die Mittagstafel vorbey war, ging ermit seinem Hof in das Zimmer der Königin», seinerGemahlin», die er sehr liebte. Hier fand er eine Ver-sammlung von menschlichen Göttinnen, immer eine schö-ner als die andere, unter denen jeder Herr und Hofmannsich mit derjenigen unterhielt, die er am meisten lieb-te, während der König die Königin», seine FrauSchwester, die Königin» Dauphine und die Prin-zessinnen, Prinzen und Herren unterhielt, welcheum ihn her fassen. Diese Convcrsalion dauerte zweyStunden. Dann begab er sich wieder weg und gingzu seinen oben gedachten Vergnügungen, wohin ihmdie Damen oft nachfolgten und an dem VergnügenTheil nahmen.
Abends nach der Tafel wurde die Conversationmit den Damen ebenfalls gehalten, wenn nicht Balwar. Dies geschah ziemlich oft, doch nicht so häu-fig, als wir unter der Regierung unsrer letzten Kö-nige gesehen haben, welche die Königinn ihre Muckerangewöhntc, bey dergleichen Handlungen ihren Vaternachzuahmen, so wie Vieser König Heinrich sich eben-falls befliß, seinen Vater dem König Franz nach-zueifern.
So war der Hof dieses großen Königs und seineRegierung beschaffen, die man mit der Regierung beSCasar AugustuS vergleichen konnte, da diese nach Be-endigung der bürgerlichen Kriege an Größe, Vergnü-gungen